Über die Via di Tor Millina gelangt man auf die in barockem Stil angelegte, sehr malerische Piazza Navona. An dieser Stelle befand sich früher das Stadion des Domitian, dessen Umrissen die heutige – aufgrund einer Reihe von Überbauungen entstandene - Piazza folgt. In vergangenen Zeiten wurde das Rund des Platzes geflutet, um Seeschlachten zwischen Adeligen veranstalten zu können; daher rührt auch der Name des Platzes (‚nave' bedeutet im Italienischen ‚Schiff'). In der Mitte und an den beiden Seiten sind die drei Brunnen,
die Fontana dei Fiumi mit dem Obelisken, die Fontana del Moro und die Fontana di Nettuno, zu bewundern, welche von Bernini erschaffen wurden. An der Ostseite des Platzes befindet sich die
Kirche Santa Agnese in Agone, eine der barocken Meisterwerke Roms. Daneben liegt der
Palazzo Pamphilj mit dem herrlichen, von Pietro da Cortona mit Fresken geschmückten Saal. Wir verlassen den Platz über die Nordseite und besuchen den Palazzo Altemps, einen der Sitze des
Museo Nazionale Romano, in welchem wertvolle Exponate Alter Kunst aus der Sammlung Ludovisi zu sehen sind. Nach der Besichtigung des Palastes gehen wir weiter in die Via del Risorgimento, wo sich der
Palazzo Madama, der Sitz des italienischen Senates, befindet. In geringer Entfernung von hier befindet sich auf der Piazza San Pantaleo der Palazzo Braschi, in welchem das
Museo di Roma untergebracht ist, eine umfassende und vielfältige Sammlung von Skulpturen, Bildern, Fresken, Möbeln und Keramiken vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Möchte man zwischendurch eine kleine Ruhepause einlegen, so empfiehlt sich das Lokal
Cul de Sac an der Piazza Pasquino, eine der historischen Enotheken Roms. Weiter geht es nun über den Rest des Corso Vittorio Emanuele II in Richtung Largo Argentina, wo sich die
Ausgrabungen des Largo Argentina und im Anschluss daran das berühmte
Teatro Argentina befinden. Auf dem Weg kommt man an einem mit Säulen geschmückten Palazzo vorbei, dem Palazzo Massimo alle Colonne. Über die Via dei Cestari erreicht man die Piazza della Minerva mit der Kirche
Santa Maria sopra Minerva, die an der Stelle eines Minerva-Tempels errichtet wurde. Gegenüber der Kirche fällt der berühmte Obelisk mit dem Elefanten auf, ein Werk Berninis. Etwas weiter erreicht man die zauberhafte Piazza della Rotonda mit dem gleichnamigen Brunnen, auf den ein kleiner Obelisk gesetzt wurde. Dieser Platz ist vor allem dadurch ein Begriff, weil hier das
Pantheon liegt, eines der interessantesten Beispiele römischer Architektur. Unter seiner beeindruckenden Kuppel befinden sich die Gräber der
Italienischen Könige.